Inhalt
- Warum geben Besitzer ihren Hunden Knochen?
- Hundeknochen – eine Delikatesse oder eine Gefahr?
- Knochenarten und Regeln für ihre Verabreichung
- Rohe vs. gekochte Knochen
- Welche Würfel sind sicher?
- Welche Knochen sollten Hunde nicht fressen?
- Hundeknochen – welche kann man essen und welche sollte man meiden?
- Worauf sollte man achten, wenn man Hunden Knochen gibt?
- Knochen und Hundegesundheit
- Vorteile der Knochenfütterung
- Gefahren des Knochenverzehrs
- Helfen Knochen bei der Zahnreinigung?
- Hundeknochen: Dürfen junge Hunde Knochen fressen?
- Alternativen und Ergänzungen
- Alternativen zu Knochen
- Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Gesundheit Ihres Hundes
- Zusammenfassung: Dürfen Hunde Knochen fressen?
Schon von klein auf prägen Märchen, Geschichten und Illustrationen das stereotype Bild eines Hundes mit einem Knochen im Maul. Sie suggerieren, dass Knochen ein natürlicher und selbstverständlicher Bestandteil der Hundeernährung sind. Schließlich werden sie uns seit unserer Kindheit so präsentiert, sodass Hunde Knochen fressen sollten. Die Realität ist jedoch viel komplexer, und die Frage der Knochenfütterung von Hunden wird seit Jahren unter Hundehaltern und Tierärzten kontrovers diskutiert. Hunde finden Knochen nicht nur wegen ihres Geschmacks ansprechend. Sie befriedigen auch einen tief verwurzelten Kauinstinkt, der bereits bei ihren wilden Vorfahren, den Wölfen, vorhanden war. Wölfe haben seit jeher Knochen zerkaut, um an das fett- und mineralstoffreiche Knochenmark zu gelangen und ihre Kiefermuskulatur zu stärken. Viele Hundehalter sehen Knochen als natürliche Belohnung und Abwechslung im Speiseplan, da sie glauben, dass diese die Zahnhygiene fördern, den instinktiven Kauinstinkt befriedigen und ihren Tieren Unterhaltung bieten. Sie gelten als wertvoller Bestandteil der Ernährung und als natürliche Quelle für Kalzium und Phosphor. Andererseits warnen viele Tierärzte und Experten vor Gefahren wie Ersticken, Verletzungen an Mund, Zähnen und Zahnfleisch sowie Perforation des Verdauungstrakts.
Warum geben Besitzer ihren Hunden Knochen?
Hundebesitzer füttern ihre Hunde aus verschiedenen Gründen mit Knochen, oft aus Gründen des Verhaltens, der Ernährung und der Hygiene. Einer der häufigsten Gründe ist die Zahnhygiene. Das Kauen auf harten Gegenständen, wie zum Beispiel Knochen, entfernt mechanisch Zahnbelag und reduziert teilweise Zahnstein, was zu gesundem Zahnfleisch und gesunden Zähnen beiträgt. Obwohl es die regelmäßige Zahnpflege oder professionelle Zahnkontrollen nicht ersetzt, sehen viele Hundebesitzer Knochen als eine natürliche Möglichkeit, die Zahngesundheit ihres Hundes zu unterstützen.
Der zweite wichtige Grund ist die Befriedigung des natürlichen Kauinstinkts, der tief in Hunden verwurzelt und von ihren wilden Vorfahren geerbt ist. Bei Haushunden äußert sich dieser Instinkt durch ein starkes Bedürfnis, auf harten Gegenständen zu kauen. Kauen wirkt beruhigend, reduziert Stress und Anspannung und bietet körperliche und geistige Aktivität. Dadurch können Hunde ihre natürlichen Bedürfnisse befriedigen, überschüssige Energie abbauen und Verhaltensprobleme aufgrund von Langeweile oder Frustration vermeiden. Knochen können als Belohnung für gutes Benehmen, als anregendes Spiel oder als Sinnesstimulation dienen – Geruch, Geschmack und Textur sprechen die Sinne an und sorgen für psychische Befriedigung.
Rohe Knochen sind zudem eine natürliche Quelle für Kalzium und Phosphor, zwei wichtige Mineralstoffe, die für eine gesunde Skelettentwicklung beim Hund unerlässlich sind. Kalzium unterstützt die Mineralisierung von Knochen und Zähnen, während Phosphor an den Energieprozessen des Körpers und der Knochengewebsbildung beteiligt ist. Eine ausreichende Zufuhr dieser Nährstoffe ist nicht nur für starke Knochen und gesunde Gelenke entscheidend, sondern auch für die einwandfreie Funktion von Muskeln und Nervensystem sowie für die allgemeine Gesundheit Ihres Hundes.
Hundeknochen – eine Delikatesse oder eine Gefahr?
Ist es das wirklich wert, die Gesundheit Ihres Hundes für ein paar Momente des Kauvergnügens an einem Knochen zu riskieren? Einerseits üben Knochen eine enorme Anziehungskraft auf Hunde aus. Ihr Geruch, Geschmack und ihre Beschaffenheit bieten Unterhaltung, geistige und körperliche Anregung und befriedigen ihren natürlichen Kauinstinkt. Andererseits lassen klinische Fallstudien keinen Zweifel: Knochen können eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit eines Hundes darstellen. Knochenfragmente können zum Ersticken, zu Darmperforationen oder zu Schäden an Zähnen und Zahnfleisch führen. Geflügelknochen und alle wärmebehandelten Knochen sind besonders gefährlich, da sie spröde werden und leicht in scharfe Stücke zerbrechen. In der klinischen Praxis werden häufig Fälle von Darmperforationen nach dem Verzehr von Geflügelknochen beobachtet. Ein chirurgischer Eingriff ist dann notwendig und birgt ein hohes Komplikationsrisiko.
Knochenarten und Regeln für ihre Verabreichung
Rohe vs. gekochte Knochen
Die Fütterung von Hundeknochen erfordert besondere Sorgfalt, und die Wahl der richtigen Knochensorte ist entscheidend für die Sicherheit des Hundes. Rohe Knochen gelten als relativ sicher, da sie im Gegensatz zu wärmebehandelten Knochen weniger leicht in scharfe Splitter zerbrechen. Dennoch können auch sie ein Risiko darstellen. Es besteht die Gefahr von Zahn- und Zahnfleischverletzungen und in extremen Fällen sogar von einer Perforation des Verdauungstrakts. Daher sollte die Fütterung von rohen Knochen stets unter Aufsicht eines Hundehalters erfolgen, und Größe und Härte der Knochen sollten der Größe und dem Temperament des Hundes angepasst sein.
Durch die Wärmebehandlung verändert sich die Knochenstruktur. Wasser verdunstet, Kollagen denaturiert und Mineralsalze kristallisieren vermehrt aus. Dadurch verlieren die Knochen ihre natürliche Elastizität und werden spröde und zerbrechlich. Beim Zubeißen entstehen scharfe Splitter, die zu schweren Verletzungen im Maulbereich, Erstickungsgefahr, Zahnfrakturen und Darmperforationen führen können. Wärmebehandelte Knochen dürfen Hunden in keiner Form verfüttert werden.
Wir füttern unsere Haustiere hauptsächlich mit Knochen, damit sie daran nagen können, und zwar nicht nur am Fleisch und Knorpel. Knochen ohne diese Bestandteile sind ungeeignet und können das Risiko von Verletzungen erhöhen. Außerdem ist es wichtig, dass die Knochen der Größe des Hundes angepasst sind.
Welche Würfel sind sicher?
Rohe, große, stabile und harte Knochen, die der Größe, dem Alter und dem Temperament des Tieres angepasst sind, sind für Hunde relativ unbedenklich. Beim Verfüttern von Knochen sollte der Hund vor allem das Fleisch und den Knorpel kauen können, die die Verdauung fördern und ein natürlicher Bestandteil der Ernährung sind, anstatt den Knochen selbst mechanisch zu zerkauen. Relativ unbedenkliche Optionen sind beispielsweise Rinder- oder Kalbsschenkelknochen, größere Schulterblätter und rohe Rinderrippen. Knochen mit Mark können ebenfalls ein leckerer Snack sein und liefern Protein, Fett und Mineralstoffe, sollten aber nur unter Aufsicht des Besitzers verfüttert werden.
Welche Knochen sollten Hunde nicht fressen?
Die Fütterung von Hundeknochen erfordert besondere Vorsicht, da einige Sorten ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellen. Tierärzte raten dringend davon ab:
- Geflügelknochen – Sie zerfallen leicht in scharfe Splitter, die zu Perforationen der Speiseröhre, des Magens oder des Darms, Verletzungen der Mundhöhle und Erstickungsgefahr führen können.
- Schweineknochen Schweineknochen – sowohl roh als auch gekocht – können bakterielle Infektionen, einschließlich Salmonellose, übertragen und zerbrechen leicht in scharfe Splitter, wodurch das Risiko mechanischer Verletzungen im Magen-Darm-Trakt und in der Mundhöhle des Hundes deutlich steigt. Sie stehen zudem im Zusammenhang mit dem Risiko der Aujeszky-Krankheit (auch bekannt als Aujeszky-Krankheit) und sind daher besonders gefährlich zu verzehren.
- Kleine und runde Knochen, Beispielsweise können Geflügelrippen im Ganzen verschluckt werden und in der Speiseröhre stecken bleiben, was zum Ersticken oder zu einem Darmverschluss führen kann.
Die veterinärmedizinische Fachliteratur betont, dass diese Knochenarten besonders riskant sind und im Futter von Hunden unbedingt vermieden werden sollten. Hundehalter sollten sich auf Alternativen konzentrieren, die den natürlichen Kauinstinkt befriedigen und gleichzeitig die Risiken minimieren, wie beispielsweise große, rohe Rinder- oder Kalbsknochen und spezielle Zahnpflegekauartikel.
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Hundeknochen – welche kann man essen und welche sollte man meiden?
| Sicherer | Gefährlich (zu vermeiden) |
| Rohe Kalbs- und Lammknochen | Gekochte, gebackene, gebratene Knochen (spröde, zerbrechen in scharfe Splitter) |
| Große, rohe Rinderknochen (z. B. Oberschenkelknochen, Schienbeinknochen) | Geflügelknochen (Huhn, Pute, Ente) |
| Knochen, die größer als ein Hundemaul sind und unmöglich im Ganzen verschluckt werden können | Schweineknochen (roh und gekocht) |
| Knochen mit Fleisch und Knorpel | Kleine Knochen, Erstickungsgefahr |
Worauf sollte man achten, wenn man Hunden Knochen gibt?
Die Fütterung von Knochen an Hunde erfordert besondere Sorgfalt, um das Risiko von Verletzungen und gesundheitlichen Komplikationen zu minimieren. Zu den wichtigsten Regeln gehören:
- Den Hund ständig beaufsichtigen. Hunde sollten niemals mit einem Knochen unbeaufsichtigt gelassen werden. Die ständige Anwesenheit des Besitzers ermöglicht ein schnelles Eingreifen im Falle von Erstickungsgefahr, einem abgebrochenen Zahn oder dem Verschlucken scharfer Knochenfragmente.
- Angemessene Knochengröße. Der Knochen sollte der Größe Ihres Hundes angepasst sein. Ein zu kleiner Knochen kann im Ganzen verschluckt werden, während ein zu harter oder zu großer Knochen Zähne und Zahnfleisch verletzen kann.
- Zum Temperament des Hundes passen. Hunde, die dazu neigen, große Stücke unzerkaut zu verschlucken, sind besonders anfällig für Magen-Darm-Verletzungen, Erstickungsanfälle und Zahnfrakturen. In solchen Fällen sollten harte Knochen vermieden und sichere Alternativen in Betracht gezogen werden.
- Eine Knochenart. Du solltest Knochen wählen sNatürlich, groß, stabil und hart – sie sind auf Größe, Alter und Temperament des Hundes abgestimmt. Am sichersten sind Kalbsknochen, wie beispielsweise der Oberschenkelknochen (Femur), der groß genug ist, damit ein Hund ihn im Ganzen verschlucken kann, und dessen Struktur ein sicheres Kauen ermöglicht.
- Zeitpunkt und Häufigkeit der Verabreichung. Knochen sollten nur gelegentlich verzehrt werden, nicht regelmäßig. Langes Kauen kann zu einer übermäßigen Belastung von Zähnen und Zahnfleisch führen.
Die Einhaltung der oben genannten Regeln verringert das Risiko von Komplikationen im Zusammenhang mit der Fütterung von Knochen erheblich und bietet Ihrem Hund gleichzeitig eine sichere Form der Beschäftigung und Unterhaltung.
Knochen und Gesundheit Hund
Vorteile der Knochenfütterung
Die Fütterung von sorgfältig ausgewählten rohen Knochen kann Hunden zahlreiche gesundheitliche und verhaltensbedingte Vorteile bieten. Knochenkauen ist eine natürliche Form der Aktivität. Der Kauvorgang erfordert Konzentration, Planung und motorische Koordination, was dem Hund geistige Auslastung verschafft und Stress abbaut. Das mechanische Kauen von Knochen kann helfen, oberflächlichen Zahnbelag zu entfernen und Zahnstein leicht zu reduzieren, was die Mundhygiene unterstützt. Es regt außerdem die Sekretion von Enzymen im Speichel an, was der Bildung von Plaque und Zahnfleischerkrankungen vorbeugt. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass dies regelmäßiges Zähneputzen oder professionelle Zahnkontrollen nicht ersetzt. Knochen sollten lediglich als Ergänzung zur präventiven Zahnpflege betrachtet werden. Rohe Knochen sind zudem eine Quelle wichtiger Nährstoffe. Sie sind ein wertvoller Bestandteil einer Rohfleischernährung (BARF). Sie enthalten Kalzium und Phosphor, die für eine gesunde Knochenentwicklung und -erhaltung unerlässlich sind, sowie Protein und Kollagen, die gesunde Gelenke, Muskeln und Haut unterstützen. In der Praxis ist die Aufnahme dieser Mineralstoffe aus Knochen jedoch begrenzt, insbesondere wenn der Knochen nicht von Fleisch und Gewebe umgeben ist, die die Verdaulichkeit verbessern. Die Einführung von Knochen in die Ernährung Ihres Hundes sollte schrittweise erfolgen, beginnend mit kleinen Portionen und unter Beobachtung der Reaktion seines Verdauungssystems, um Verdauungsprobleme zu vermeiden und Ihren Hund an diese neue Art von Leckerli zu gewöhnen.
Gefahren des Knochenverzehrs
Das Verfüttern von Knochen an Hunde birgt eine Reihe potenzieller Gesundheitsrisiken:
- Erstickungsgefahr. Das Verschlucken großer Stücke oder scharfer Knochenfragmente kann zu einem Verschluss der Speiseröhre führen, der einen dringenden tierärztlichen Eingriff erfordert.
- Mundschäden, Dazu gehören Zahnfrakturen, Zahnschmelzrisse und Zahnfleischverletzungen. Harte Knochen erhöhen das Risiko von Zahnschäden.
- Gastrointestinale Perforationen. Scharfe Knochenfragmente können die Speiseröhre, den Magen oder den Darm durchbohren und zu schwerwiegenden Komplikationen führen, die einen chirurgischen Eingriff erforderlich machen.
- Gastrointestinale Obstruktion. Verschluckte Knochenfragmente können den Darm blockieren, was eine chirurgische oder endoskopische Behandlung erforderlich machen kann.
- Verstopfung. Der Verzehr großer, unverdaulicher Knochenstücke kann zu Nahrungsretention und chronischen Darmproblemen führen.
- Innere Blutungen. Mechanische Verletzungen des Verdauungstrakts können Blutungen verursachen, die in extremen Fällen lebensbedrohlich sein können.
- Bakterielle Infektionen. Sie sind gefährlich insbesondere Geflügel und rohe Schweineknochen, die kontaminiert sein können. Salmonellen, E. coli, L.isteria, Brucella suis, oder ein Parasit Toxoplasma gondii.
Das Risiko von Komplikationen beim Verzehr von Knochen ist real und kann schwerwiegend sein. Daher sollte die Fütterung von Knochen an Hunde stets unter ständiger Aufsicht des Besitzers erfolgen, wobei Größe, Art und Temperament des Tieres zu berücksichtigen sind.
Helfen Knochen bei der Zahnreinigung?
Der weitverbreitete Glaube, dass Knochen das Zähneputzen bei Hunden ersetzen können, ist ein Mythos. Das mechanische Kauen harter Knochen kann zwar oberflächlichen Zahnbelag entfernen und Zahnstein leicht reduzieren, insbesondere an gut erreichbaren Stellen. Allerdings beseitigt das Kauen von Knochen weder Bakterien noch Ablagerungen in den schwer zugänglichen Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischrand. Daher können Knochen die regelmäßige Mundhygiene nicht ersetzen. Tierärzte betonen, dass die vorbeugende Zahnpflege regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt und die tägliche Mundhygiene zu Hause (einschließlich Zähneputzen und der Auswahl des richtigen Futters) umfasst.
Hundeknochen: Dürfen junge Hunde Knochen fressen?
Für Welpen ist das Spielen mit Kauspielzeug eine anregende Beschäftigung, die Langeweile vorbeugt und Stress abbaut, insbesondere in neuen oder herausfordernden Situationen. Gerade während des Zahnwechsels ist es wichtig, ihnen robustes Kaumaterial zur Verfügung zu stellen. Sie verlieren ihre Milchzähne und bekommen bleibende Zähne, was zu Beschwerden und juckendem Zahnfleisch führen kann. Instinktiv suchen Welpen nach etwas zum Kauen, um diese Beschwerden zu lindern. Geeignetes Kauspielzeug verringert zudem das Risiko, dass Möbel beschädigt oder Hausschuhe angeknabbert werden. Allerdings haben Welpen empfindliche Milchzähne und einen noch nicht vollständig entwickelten Verdauungstrakt. Sie sind anfälliger für Zahnbrüche, Zahnfleischverletzungen, Darmperforationen und Verdauungsstörungen. Selbst rohe Knochen, die für erwachsene Hunde relativ unbedenklich sein können, stellen für Welpen ein zu großes Risiko dar und können mechanische Schäden an Zähnen und Zahnfleisch verursachen.
Die zu frühe Einführung von Knochen in die Welpenernährung kann zu zahlreichen Problemen führen, darunter das Risiko eines Fehlbisses, Schäden an den Milchzähnen, Verdauungsbeschwerden und Magen-Darm-Problemen. Die Fütterung von Knochen an Welpen sollte daher immer mit einem Tierarzt besprochen werden. Dieser kann Größe, Härte und Dauer des Kauens anhand von Alter, Rasse und Zahnentwicklung des Hundes beurteilen. In der Praxis werden häufiger sicherere Alternativen empfohlen, wie beispielsweise spezielle Kauartikel oder Kauartikel mit der passenden Weichheit, die die Zahn- und Verdauungsgesundheit fördern, ohne Verletzungsrisiko.
Alternativen und Ergänzungen
Alternativen zu Knochen
Um dem natürlichen Kauinstinkt Ihres Hundes nachzukommen und gleichzeitig das Verletzungsrisiko zu minimieren, empfiehlt es sich, sichere Alternativen zu Knochen zu wählen. Achten Sie sorgfältig auf die Inhaltsstoffe, um schädliche Zusatzstoffe zu vermeiden.
- Natürliche Beißringe – Getrocknete Rinderohren, Kutteln oder andere getrocknete Tierprodukte sind haltbarer, leichter zu kauen und sicherer als gekochte oder kleine Knochen.
- Kauspielzeug – Aus Gummi, Nylon oder biologisch abbaubaren Materialien gefertigt, widerstandsfähig gegen Beschädigungen und so konzipiert, dass Zahnverletzungen vermieden werden.
- Zahnbehandlungen mit dem VOHC-Siegel (Veterinary Oral Health Council) – unterstützt die Mundhygiene.
Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung der Gesundheit Ihres Hundes
Hunde werden oft dazu animiert, Knochen zu fressen, um sie mit Kalzium zu versorgen und ihre Gelenke zu stärken. Diese wichtigen Mineralstoffe sollten jedoch über ein ausgewogenes Alleinfutter aufgenommen werden. Eine optimal zusammengestellte Ernährung liefert dem Hund das notwendige Kalzium und Phosphor in leicht verdaulicher Form und unterstützt so die Knochen- und Gelenkgesundheit, ohne das Verletzungsrisiko durch das Kauen harter Knochen. Es gibt zahlreiche spezielle Nahrungsergänzungsmittel auf dem Markt, deren Wirksamkeit und Sicherheit wissenschaftlich belegt sind.
- Glucosamin und Chondroitin Sie unterstützen die Regeneration des Gelenkknorpels, verringern die Gelenksteife und verbessern die Beweglichkeit und reduzieren den Bedarf an nichtsteroidalen Antirheumatika bei Hunden mit Gelenkdegeneration.
- Hyaluronsäure verringert die Reibung an den Gelenkflächen.
- Hydrolysiertes Kollagen hat eine chondroprotektive Wirkung und unterstützt den Wiederaufbau der Knorpelmatrix.
- MSM (Methylsulfonylmethan) hat entzündungshemmende Eigenschaften und unterstützt die Elastizität des Bindegewebes.
- Omega-3-Fettsäuren (EPA, DHA) die Reduzierung von Entzündungsprozessen, was durch Studien von Roush et al. (2010) bestätigt wurde., JAVMA), was auf eine Verbesserung des Bewegungskomforts bei Hunden mit Osteoarthritis hinweist, die mit Omega-3-Fettsäuren supplementiert wurden.
- Neuseeländischer Grünlippmuschelextrakt (Perna canaliculus, GLM). GLM ist eine natürliche Quelle für Glucosamin, Chondroitin und Omega-3-Fettsäuren. Studien (z. B. Rialland et al., 2013, BMC Vet ResStudien haben gezeigt, dass die Gabe von GLM-Extrakt die klinischen Symptome von Arthrose reduzieren und die Lebensqualität von Hunden verbessern kann.
- MicroLactin® – Ein modernes Nahrungsergänzungsmittel mit nachgewiesener entzündungshemmender, regenerativer und immunmodulierender Wirkung. Gewonnen aus der Milch hyperimmuner Kühe, enthält es den einzigartigen HIMF-Faktor und bioaktive Immunglobuline, die übermäßige Entzündungsreaktionen hemmen, Gewebe vor Abbau schützen und dessen Regeneration fördern. MicroLactin® Es lindert Schmerzen bei Hunden und Katzen mit chronischen Gelenk- und Muskelentzündungen, verbessert die Beweglichkeit und stärkt das Immunsystem. Dank seines hohen Sicherheitsprofils ist es ein wertvolles Nahrungsergänzungsmittel. Unsere Nahrungsergänzungsmittel enthalten unter anderem MicroLactin. Das Produkt ist auf der offiziellen Website erhältlich. https://animalactin.shop/produkty/
Die Nahrungsergänzung von Hunden ist ein wichtiger Bestandteil der tierärztlichen Vorsorge, insbesondere für den Bewegungsapparat. Sie wird insbesondere für folgende Risikogruppen empfohlen:
- Welpen großer und riesiger Rassen zur Vorbeugung von Hüftdysplasie (HD) und Ellenbogendysplasie (ED) und die ordnungsgemäße Entwicklung des Bewegungsapparates zu unterstützen,
- Aktive und sportliche Hunde, aufgrund der erhöhten Belastung des Bewegungsapparates infolge intensiver Aktivität,
- Ältere Hunde (Senioren), bei denen häufig die Entwicklung degenerativer Erkrankungen wie Arthrose beobachtet wird,
- Übergewichtige Hunde, Bei Menschen, bei denen zusätzliche Kilogramm die Belastung der Gelenke erhöhen, wodurch das Verletzungsrisiko steigt und degenerative Prozesse beschleunigt werden, ist dies besonders relevant.
Die regelmäßige Gabe von alters-, gewichts- und gesundheitsgerecht ausgewählten Nahrungsergänzungsmitteln reduziert nicht nur das Verletzungsrisiko, sondern verlangsamt auch das Fortschreiten degenerativer Erkrankungen. Dadurch wird die Nahrungsergänzung zu einem wichtigen Instrument der modernen Prävention und trägt zur Erhaltung der Lebensqualität von Hunden in jeder Lebensphase bei.
Zusammenfassung: Dürfen Hunde Knochen fressen?
Hunde sollten nur sorgfältig ausgewählte, rohe und große Knochen fressen, die ihnen nur gelegentlich und stets unter Aufsicht ihres Besitzers gegeben werden. Gekochte Knochen, Geflügelknochen, Schweineknochen und kleine, brüchige Knochen stellen ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko dar und sollten vollständig vom Speiseplan eines Hundes gestrichen werden.
Für die tägliche Zahnpflege sind sicherere Alternativen besser geeignet – spezielle Kauartikel, Zahnpflege-Leckerlis und Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung des Bewegungsapparates. Ein Knochen kann zwar ein attraktives Spielzeug und eine Form der Beschäftigung für den Hund sein, sollte aber niemals eine ausgewogene Ernährung, Zahnhygiene oder professionelle tierärztliche Versorgung ersetzen.
Bibliographie
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